Hilfstransporte

Beladen eines LKW mit Hilfsgütern

Wir organisieren, wenn möglich jährlich, einen Hilfstransport nach Kasachstan. Zu diesem Zweck werden ehrenamtlich in verschiedenen Sammelstellen gut erhaltene Kleidung und Schuhe, besonders für Kinder, Winterbekleidung, Gehwagen und Rollstühle zusammengetragen. Um den Stauraum von LKWs optimal zu nutzen, bitten wir um Verpackung dieser Sachen in feste Kartons (z. B. Bananenkartons). Seit 2001 schicken wir regelmäßig Hilfstransporte nach Nordkasachstan, seit 2012 auch nach Südkasachstan. Die Kosten belaufen sich auf jeweils ca. 9.000 Euro.

Dass unser Hilfstransport mit medizinischen Geräten, den wir 2012 über das Missionswerk Licht im Osten ins Land bringen konnten, so viel Gutes bewirken und solch eine positive Resonanz bringen würde, hätten wir uns im Vorfeld nicht ausdenken können. Diesen Transport konnten wir aufgrund von Sachspenden einer süddeutschen Klinik durchführen. Sie ließ uns Krankenhausbetten zukommen, die in einem Krankenhaus in Almaty mit Freude und Dankbarkeit in Empfang genommen wurden. Zu den Sachspenden gehörte auch ein Kinderlaryngoskop mit Tubus. Dank seines Einsatzes konnte schon das Leben eines Zwölfjährigen gerettet werden, der sonst nicht überlebt hätte. Wir möchten den Kontakt mit den beiden einzigen Kinderkrebskliniken in Kasachstan ausbauen und weiter helfen die Betreuung dort zu verbessern.

Der LKW ist fast voll - es kann losgehenEs ist keineswegs selbstverständlich, dass Hilfsgüter problemlos durch den Zoll kommen. Deshalb sind wir jedesmal dankbar, wenn alles gut läuft.

Wem diese Sachen zugute kommen, zeigt der folgende Bericht aus Südkasachstan.

Wir lernen immer wieder Menschen kennen, die wir auf die Liste für den Empfang von humanitärer Hilfe setzen. Viele haben keine Aufenthaltsgenehmigung und sind der Willkür von Arbeitgebern ausgeliefert. Sie bekommen keinen Lohn, oder zu wenig Lohn, oder den Lohn erst Monate später. Manche Väter können den Druck und die Belastung nicht aushalten. Deshalb verlassen sie ihre Frauen und Kinder. Manchmal sind das Mütter von behinderten Kindern. Es gibt auch Mütter, die ihre Familien verlassen. Auf der Liste stehen auch die Namen von zwei Vätern mit je einem behinderten Kind. Diese Väter können nicht zur Arbeit gehen, und die kleine Rente, die sie bekommen, sofern sie registriert sind, reicht kaum für Hygieneartikel und Lebensmittel. Besonders die Winterzeit ist eine Herausforderung für die Menschen. Viele Menschen können sich nicht mal Kohle zum Heizen leisten, deshalb verbrennen sie Plastikflaschen und anderen Müll. Wo das geschieht, liegt beißender Geruch in der Luft und beeinträchtigt Menschen und Umwelt.

Unser nächster Hilfstransport ist für das Frühjahr 2014 geplant. Zurzeit sammeln wir dafür Sachspenden in der Hoffnung dass auch die nötigen Gelder für die Finanzierung des Transports zusammenkommen (ca. 9.000 Euro).

Verteilaktion von Kleidung in Kasachstan